Minca

Das kleine Dorf, 17 km von Santa Marta entfernt, ist Ausgangspunkt für die Erkundung der Flora und Fauna der Sierra Nevada. Die ca. 600 Einwohner verteilen sich recht weitläufig. Man hat fast den Eindruck einer großzügigen, exklusiven, der Natur angepassten Kleingartenanlage.

 

Nach Minca fahren nur Taxis und Kleinlaster, da die Serpentinenstraße als einzige Zufahrt für Busse nicht geeignet ist.

In Santa Marta ist der Treffpunkt für Sammeltaxis die Ecke der Straßen Calle 11 und Carrera 12 (hinter dem Markt). Die fast 30-minütige Fahrt kostet etwa 2 Euro pro Person in einem voll besetzten Auto. (Stand Feb 2010). Die Natur verändert sich, je höher man kommt. Viel Grün, viele Blüten und viel Bambus.

Am Eingang des Dorfes, vorbei an der Polizeistation, kommt man erst mal an eine Brücke aus Metall. Direkt hinter der Brücke befindet man sich im Ortsmittelpunkt von Minca. Drei kleine Geschäfte und - ganz wichtig - der Sammelpunkt für die Rückfahrt. Hierher kommen regelmäßig Fahrzeuge und bieten eine kostengünstige Rückfahrtmöglichkeit nach Santa Marta, aber nur bis etwa 18 Uhr.

Ecohab

Als Besonderheit dieser Region werden seit Kurzem die Ferienunterkünfte aus Bambus gebaut, frei nach den historischen Vorlagen der Kogi Indianer.

Die Bezeichnung "Ecohab" setzt sich zusammen aus Ecologico - also ökologisch - und Habitation, das Zimmer. Es ist der konsequente Weg, die Natur neu zu erleben. Und der ideale Ausgangspunkt, um die einzigartige Natur zu entdecken.

Das Dorf

Es fließt viel Wasser in und um Minca herum. Naturklare Bergbäche bringen das Regen- und Schmelzwasser der Sierra Nevada an die Küste.

 

Hinter der Brücke führen zwei Straßen weiter. Geradeaus geht es in die Berge, vorbei an der Casa Sans Souci, zu den Wasserfällen von Pozo Azul. Rechts führt die Straße, vorbei an der Kirche, noch einmal rechts ab, runter zum Rio Gaira. Hier befinden mehrere Restaurants und Herbergen, ziemlich weit unten auch das "Doña Ana". In diesem einfachen Restaurant werden an heißen Tagen schon mal die Tische und Stühle in den flachen Fluss gestellt. Die Bedienung serviert dann mit viel Geschick und aufgekrempelten Hosen.

 

Vorbei am "Doña Ana" führt der Weg zu "Las Piedras", den Steinen. Nach einem ca. 10- minütigem Fußmarsch erreicht man den Zusammenfluss der Flüsse Rio Minca und Rio Gaira, der später in Rodadero mündet. Die Natur hat hier große Felsbrocken zu teilweise seltsamen Gebilden geformt. Am Wochenende ist dies ein beliebter Treffpunkt für ganze Familien: In einem großen Suppentopf wird "Sancocho" gekocht, ein traditioneller Eintopf, der über dem offenen Feuer zubereitet wird.

Der Rio Minca

Hinter der Brücke geht es geradeaus in die Berge. Einen Wasserfall, den "Pozo Azul" (den blauen Schacht) erreicht man nach einer fast einstündigen Wanderung. Alternativ sind im Dorf Motorradtaxis und andere Gefährte zu mieten, die die Strapazen erträglicher gestalten. Ein einstündiger Spaziergang bergauf ist bei diesem Klima nicht zu unterschätzen! Nach ca. 45 Minuten weist ein großes Schild auf der linken Seite darauf hin, "seinen Müll doch bitte schön wieder mit ins Tal zu nehmen" (natürlich auf Spanisch). Darunter weist ein kleiner Pfeil mit der Bezeichnung "Pozo Azul" auf einen Feldweg, der ab jetzt zu nutzen ist. Sobald eine überdachte Brücke in Sicht ist, ist man am Ziel.

 

 

Schwer zu vermitteln ist die Faszination, die Tier- und Pflanzenwelt ausüben. Richtig erkennt man dies erst bei einer Rast, wenn zwei kleine Vögel im Mangobaum gegenüber ihren Nestbau fortsetzen, weil sie offenbar festgestellt haben, dass von uns Besuchern keine Gefahr ausgeht. Oder wenn an einem Baum in der Nähe ein fast ein Meter großer Leguan durch langsame Bewegung seine Tarnung als Baumrinde aufgibt. Oder wenn ein unendlicher Strom von Ameisen die Beute -  (die für sie riesigen,"zersägten" Blattteile) über den Kopf haltend - Richtung Behausung zustrebt. Die vielen Geräusche, die Vogel- und Tierlaute, anonym und nicht genau zu lokalisieren, erzeugen eine eigenartige Stimmung! Ebenso ist es mit den intensiven Düften der Pflanzen. Je länger man pausiert, um so mehr entdeckt man um sich herum.

El Mirador Ecoturistico

Am Ortsanfang von Minca betreibt Luis Fernando Mejia mit seiner Frau eine kleine Posada mit fünf zu vermietenden Zimmern und eine kleines, halb offenes Restaurant. Auf der Spitze einer Anhöhe gelegen ist die Aussicht grandios. Luis Fernando schwört, dass er bei gutem Wetter den Passagieren der Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Santa Marta direkt ins Bullauge blicken kann! Die Anlage ist sehr gepflegt, die Zimmer sind einfach aber sauber und ordentlich; auf den Rucksacktourismus zugeschnitten.

Am Ortsanfang geht es hinter dem Café rechts ab, dann auf dem ersten Feldweg auf der rechten Seite ca. 50 m bergauf.

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Kommentare: 2
  • #1

    Willi (Samstag, 25 September 2010 11:28)

    Moin ;-)
    Minca ist beinahe unwirklich schön; fast wie ein verwunschener Traum in den Nebelwäldern der Sierra.

  • #2

    ross-kelm@gmx.de (Sonntag, 03 Januar 2016 03:10)

    Da fährt der Arne jetzt hin…..